Dehnen und Mobilisieren

Als aktive Athleten beschäftigen wir uns häufig nur mit der Planung und Strukturierung unserer Workouts. Wichtig ist uns ein effizienter Trainingsplanung, der uns unseren Zielen näher bringt, jedoch vergessen wir dabei oft wichtige, aber zweitranging erscheinende Aspekte eines guten Trainings. Das Dehnen und Mobilisieren, hat für jeden aktiven Athleten zahlreiche Vorteile, vor allem wenn des darum geht langfristig und verletzungsfrei zu trainieren.

Der Unterschied

Dehnen und Mobilisieren, dass klingt wie ein und dasselbe, in der Praxis sind damit aber verschiedene Zielsetzungen verbunden. Muskeln werden gedehnt, während Gelenke mobilisiert werden. Beim Mobilisieren geht es darum, die Gelenke auf eine anstehende Belastung vorzubereiten, während es beim Dehnen darum geht die Beweglichkeit (bzw. den Bewegungsradius) zu verbessern. Bei beidem geht es unter anderem darum Verletzungen vorzubeugen, jedoch mit einer anderen Herangehensweise.

Das Mobilisieren

Beim Mobilisieren geht es unter anderem darum, die im kommenden Training beanspruchten Gelenke auf die Belastung, die Sie erwartet vorzubereiten. Das klassische Schulter- oder Handgelenkskreisen ist nur eine von vielen Übungen, die hierbei Anwendung findet. Schon wenige Minuten vor einer Trainingseinheit können, vor allem bei Training mit hoher Belastung, dabei helfen Verletzungen vorzubeugen, dass Mobilisieren sollte also auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Das Dehnen

Auch wenn die Meinungen dazu, wann genau gedehnt werden soll, aktuell noch stark auseinander gehen, ist klar das Dehnen eine maßgebliche Rolle dabei spielen kann, Verletzungen beim Training vorzubeugen. Es geht unter anderem darum den eigenen Bewegungsradius zu vergrößern und die Muskulatur geschmeidiger zu machen. Die Vorteile, die sich dadurch ergeben sind schnell erklärt: Ein geschmeidiger Muskel kann bei plötzlich auftretenden Belastungen besser nachgeben, wodurch potentiell Verletzungen vermieden werden können. Auch durch den vergrößerten Bewegungsradius kann der Muskel auf unerwartete Positionen besser reagieren und so Verletzungen vorbeugen.

Wann soll nun aber gedehnt werden? Idealerweise kannst du einen eigenen Tag einrichten, den du lediglich dem Dehnen widmest. Nach einem kurzen Aufwärmen, kannst du bereits starten und so von zahlreichen Vorteilen für dein eigenes Training profitieren. Dehnen vor einer sportlichen Belastung wird meist dann empfohlen, wenn die ausgeübte Sportart entsprechende Beweglichkeit voraussetzt (beispielsweise beim Kampfsport). Was das Dehnen nach einer sportlichen Belastung angeht, sind die Meinungen noch geteilt. Ich persönlich dehne nie nach einer Trainingseinheit und denke auch nicht, dass das zielführend ist, sondern versuche 1-2 Tage die Woche für das Dehnen einzurichten.

Meine Meinung

Gemäß meiner Erfahrung ist das Mobilisieren, anders als das Dehnen, bei vielen Athleten bereits ein Bestandteil des Trainings, dass Dehnen wird jedoch oft stark vernachlässigt. Aufgrund meiner langen Vergangenheit betreffend Kampfsport war Dehnen für viele Jahre ein sehr regelmäßiger Teil meines wöchentlichen Trainings (in meiner Höchstzeit habe ich bis zu 5 Mal die Woche gedehnt). Meine Beweglichkeit hat sich dadurch stark verbessert und ich bin bis heute davon überzeugt, dass mir dadurch viele Verletzungen erspart blieben, die ich ohne eine solche Beweglichkeit davongetragen hätte. Ich selbst kann nur jedem empfehlen, dass Mobilisieren und Dehnen nicht zu vernachlässigen.

Willst du mehr über konkrete Übungen zum Dehnen und Mobilisieren erfahren? Lass es mich in den Kommentaren wissen!
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