#MySport: Calisthenics

Calisthenics ist ein cool klingendes Wort für etwas, das viele von uns schon einmal gemacht haben: Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. So simpel es klingt, so effizient kann es auch sein – und der große Vorteil: Du kannst immer und überall trainieren, ohne das du viel Equipment benötigst. In diesem Blogpost erzähle ich dir von meinem Zugang zu Calisthenics und warum auch du, Calisthenics ausprobieren solltest.

Meine Geschichte

Ich kann nicht sagen, wann ich das erste Mal Liegestütze probiert habe und somit meinen ersten Kontakt mit Calisthenics hatte. Ernsthaft habe ich mein Training mit dem eigenen Körpergewicht jedoch bereits begonnen, als sich der Begriff “Calisthenics” noch gar nicht wirklich etabliert hatte.

Als ich mir mit etwa 14 Jahren erstmals dachte, das sich gerne einen etwas muskulöseren Körper hätte, begann ich jeden Abend so viele Liegestütze zu machen wie ich nur konnte. Kurze Zeit später, erweiterte sich meine Routine noch um Situps.

Mein Interesse am Training mit dem eigenen Körpergewicht war geweckt und ich begann Online zu recherchieren und immer mehrere Übungen in meine Routine zu integrieren. Als ich einige Jahre später mit dem Kampfsport begann, begleiteten mich diese Übungen weiterhin, da sie immer Bestandteil des Trainings waren.

Auch als ich das Krafttraining mit freien Gewichten in meine Routine integriert habe, hatte Calisthenics immer noch großen Stellenwert für mein Training.

Was bringt es mir, wenn ich viel Gewicht bewegen kann, aber meinen eigenen Körper nicht im Griff habe?

Das zieht sich bis heute durch und ich achte darauf, neben dem Training mit freien Gewichten auch immer Übungen mit meinem eigenen Körpergewicht zu integrieren.

Die Vorteile

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Du kannst immer und überall trainieren und benötigst nur sehr wenig bis gar kein Equipment. Vor allem wenn du gerade beginnst und kein Geld in ein Fitnessstudio oder Ausrüstung investieren willst ist das großartig.

Auch ist die Verletzungsgefahr relativ gering da du großteils funktionale Bewegungen machst und dich hierbei auf dein Körpergewicht beschränkst. Funktional bedeutet in diesem Kontext, dass die Bewegungsabläufe an Bewegungen aus dem Alltag angelehnt sind. Die Kraft die du hierbei aufbaust, kannst du also im Regelfall auch in deinem alltäglichen Leben anwenden!

Ein kleiner Zusatz noch dazu: Es ist echt cool wenn du Muscle Ups, die Human Flag, oder zahlreiche andere Calisthenics-Übungen beherrscht. Das ist oft wesentlich eindrucksvoller, als beispielsweise viel Gewicht beim Bankdrücken zu bewegen.

Die Nachteile

Sehr oft hört man, dass mit Körpergewichts-Übungen nur schwer Muskelmasse aufgebaut werden kann. Das würde ich so nicht unterschreiben, jedoch kann es ab einem gewissen Punkt durchaus schwer werden mehr Muskelmasse aufzubauen.

Beim konventionellen Krafttraining kannst du mit Isolationsübungen leicht einen Fokus auf deine Schwachstellen setzen. Bei Körpergewichtsübungen ist dies sehr schwer, da bei den meisten Übungen zahlreiche Muskelgruppen involviert sind. Das hat 2 Auswirkungen:

  • Du kannst deine Schwachstellen schwerer gezielt trainieren
  • Deine Schwachstellen könnten dich daran hindern schwerere Variationen von einigen Übungen zu schaffen

Allgemein ist Progression bei Calisthenics etwas schwerer als beim herkömmlichen Krafttraining. Es gibt zwar zahlreiche schwierigere Variationen für viele Übungen, jedoch erfordert es oft viel Zeit und Training um diese zu meistern. Das kann auf Dauer frustrierend sein. Beim klassischen Krafttraining, verwendet du einfach mehr Gewicht für deine Übungen. Progression ist hier also wesentlich leichter.

Warum nicht beides?

Ich habe nun konventionelles Krafttraining und Calisthenics gegeneinander abgewogen, aber du solltest dich fragen:

Warum nicht beides?

Auch wenn herkömmliches Krafttraining (oft assoziiert mit dem Aufbau von Muskelmasse) und Calisthenics scheinbar gegensätzliche Trainingsansätze verkörpern, lassen sich diese beiden Ansätze in meinen Augen großartig kombinieren.

Ich selbst integriere bereits seit vielen Jahren beides in mein wöchentliches Training und komme so in den Genuss zwar viel Gewicht bewegen zu können, aber dennoch auch meinen eigenen Körper gut zu beherrschen.

Hast du jetzt Lust bekommen Calisthenics zu probieren, weißt aber nicht wie du anfangen sollst? Dann sieh dir den folgenden Trainingsplan von mir an: Ganzkörper-Workout ohne Equipment. Du musst dir nur 3x die Woche jeweils 15 Minuten Zeit nehmen und kannst somit leicht in die Welt des Trainings mit deinem Körpergewicht eintauchen!

Wie trainierst du am liebsten? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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