Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit. Ein Wort das in der heutigen Zeit mit einer Vielzahl an Gedanken und Emotionen assoziiert wird. Gleichzeitig aber auch ein Thema das uns beschäftigen sollte – und zwar jeden von uns.
Nachhaltigkeit wird, zumindest gemäß meiner Erfahrung, oft als “Frauensache” betrachtet, ist aber ein Thema das Männer gleichermaßen beschäftigen sollte. Ich werde daher in Zukunft mehr zum Thema Nachhaltigkeit und meinem persönlichen Zugang hierzu schreiben. Hoffentlich kann ich dich dazu inspirieren, neue Dinge auszuprobieren und ebenso einen kleinen Beitrag für unsere Zukunft zu leisten.

Die Situation

Unser Planet hat nur eine begrenzte Anzahl natürlicher Ressourcen wie Wasser, Energie und zahlreiche andere Rohstoffe. Diese sind Grundlage für unser aller Leben, aber aus aktueller Sicht verbrauchen wir diese Ressourcen wesentlich schneller als je zuvor. Die Folge? Unser Klima verändert sich, Tier- und Pflanzenarten sterben aus, Waldfläche schrumpft und fruchtbares Land wird zerstört, unsere Ozeane sind verschmutzt und vieles mehr.

Wir müssen handeln. Es gilt bewusster mit unseren Ressourcen umzugehen damit wir und zukünftige Generationen weiterhin auf unserem Planeten leben können. Unser Lebensstil muss nachhaltiger und bewusster werden.

Maßnahmen

Es gibt viele Punkte an denen man ansetzen kann um einen kleinen Beitrag für unsere Umwelt zu leisten. Ich bin keinesfalls ein Experte und entdecke auch ständig neue Aspekte, die ich versuche in meinem Leben zu berücksichtigen. Das Bewusstsein nachhaltig zu Leben wird mittlerweile auch immer stärker. So höre ich immer häufiger von innovativen Ideen und Produkten, die nachhaltige Alternativen in den verschiedensten Bereichen bieten. Es scheint also immer mehr Leuten klar zu werden: Wir müssen etwas ändern.

Ich glaube, dass einer von vielen Punkten beim Thema Nachhaltigkeit nicht unbedingt der Wille etwas zu tun ist, sondern eher das fehlende Wissen wo man etwas tun sollte. Ich denke hierbei immer gerne an das Video “Leben im Verpackungswahnsinn” vom Norddeutschen Rundfunk. Das Video ist zwar als Sartiere ausgelegt, beschreibt aber in meinen Augen eines der Probleme das viele beim Thema Nachhaltigkeit haben. Wir denken etwas gutes zu tun, obwohl wir damit die Gesamtsituation keinesfalls verbessern.

Das ist heutzutage durchaus ein schwieriges Thema, da es in vielen Bereichen sehr schwer ist an valide Informationen zu kommen. So fällt es natürlich auch oft schwer zu beurteilen, was tatsächlich die “richtigen” Maßnahmen sind.

Nachhaltigkeit ist für mich ein Projekt, bei dem man ständig dazu lernt und auch nie aufhören sollte sich weiter zu informieren. Daher will ich meine aktuellen Ansätze hierzu kurz erläutern.

Ernährung

Ernährung ist in meinen Augen, vor allem für Athleten, kein leichtes Thema. Dir ist vielleicht die klassische “Old-School-Diät” bestehend aus Hühnerbrust, Reis und Brokkoli bekannt. Wenn auch überspitzt, beschreibt das sicherlich die Richtung, in die viele Athleten mit Ihrer Ernährung gehen. Fleisch, viel davon und zwar nicht ohne Grund. Als aktiver Athlet ist es kein leichtes Unterfangen den hohen Proteinbedarf ohne den Konsum von Fleisch zu decken.

Ich selbst nehme aktuell 160g Protein pro Tag zu mir (früher sogar bis zu 190g). Natürlich könnte ich diesen Bedarf auch versuchen mit Hülsenfrüchten, Quinoa und ähnlichen Produkten zu decken. Der Nachteil hierbei ist aber, dass diese Produkte neben Proteinen auch zahlreiche Kohlenhydrate beinhalten. Das ist per se natürlich nicht schlecht. Bei dem Versuch täglich 160g Protein auf diese Weise zu konsumieren, würde ich aufgrund der enthaltenen Kohlenhydrate auf diese Weise aber weit über meinen täglichen Verbrauch hinausschießen.

Viele denken jetzt sicherlich an Sojagranulat, Seitan oder Tofu, da diese Produkte sehr proteinhaltig sind. Meine Meinung zu diesen Produkten würde jedoch den Rahmen des aktuellen Blogposts sprengen, weswegen ich das separat behandeln werden.

Nun ist es aber so, dass die (Massen)Tierhaltung weltweit mehr Treibhausgase ausstößt, als der gesamte Verkehr. Einige Experten meinen daher, dass der schnellste Weg den CO2-Ausstoß einzudämmen eine Ernährung ohne Tierprodukte ist.
Hierzu einige Quellen:
Emission Impossible vom Institute for Agriculture & Trace Policy (Englisch)
Klimmawandel auf dem Teller vom WWF (Deutsch, 2012)
Beitrag der Landwirtschaft zu den Treibhausgas-Emissionen vom Deutschen Umweltbundesamt

Meine Ernährung besteht aktuell zu sehr großen Teilen aus tierischen Produkten, vor allem aus Fleisch und das mehrmals täglich. Seit längerem setze ich zwar mittlerweile vermehrt auf qualitativ hochwertigeres Bio-Fleisch, was hinsichtlich dem CO2-Ausstoß aber auch nur ein marginale Verbesserung ist.

Ich teste daher aktuell Ansätze wie ich mich wesentlich fleisch-freier ernähren kann, die ich in künftigen Blogposts auch mit euch teilen möchte.

Verpackung und Müll

Wo man beim Einkaufen auch nur hinsieht, nahezu alles ist verpackt und zwar in Plastik. Die Notwendigkeit hierzu hinterfrage ich schon seit langer Zeit, aber Tatsache bleibt, dass endlos viel Verpackungsmaterial bei zahlreichen Einkäufen im Müll landet.
Dies kann zwar oftmals recycled werden (was schon ein guter Ansatz ist), aber ich versuche dennoch unnötiges Verpackungsmaterial wo auch immer möglich zu vermeiden.

Meine Gemüseeinkäufe erledige ich sofern möglich am Wochenende auf einem lokalen Markt. Abgesehen davon das ich hier unverpacktes und regionales Obst und Gemüse finde, kaufe ich auch lediglich die Mengen die ich tatsächlich benötige. So vermeide ich zu viel zu kaufen, was später verdirbt und entsorgt werden muss.

Beim Fleisch verfolge ich einen ähnlichen Ansatz und kaufe dies bei einem Fleischer in meiner Nähe. Um Verpackungsmaterial zu vermeiden nehme ich meine eigenen Boxen mit. So kaufe ich einerseits regionale Waren und spare andererseits unnötiges Verpackungsmaterial!

Haushalt

Im Haushalt verfolge ich vor allem einen bewussten Umgang mit den Ressourcen. Beispielsweise kaufe ich wenige Einrichtungsgegenstände und versuche diese so lang wie möglich zu verwenden. Abgesehen davon versuche ich lieber das Vorhandene bestmöglich weiter zu verwenden anstatt neue Investitionen zu tätigen.

Zudem verwende ich beispielsweise ausschließlich recycltes Klopapier und verzichte seit langer Zeit komplett auf Küchenrolle. Ich achte bewusst auf meinen Wasser- sowie Energieverbrauch. Als Projekt für die nahe Zukunft will ich auf einen alternativen Stromanbieter umsteigen und zu 100% auf erneuerbare Energie setzen.

Ich setze auf wieder nachfüllbares BIO-Waschmittel und vermeide es so, immer wieder neue Verpackungen kaufen zu müssen. Zudem versuche ich Produkte die Mikroplastik enthalten soweit wie möglich zu vermeiden. Plastikflaschen kaufe ich schon seit sehr langer Zeit nicht mehr.

Sport

Ich halte mich sehr gerne in der Natur auf und betreibe auch viele Sportarten im Freien. Daher hat Nachhaltigkeit auch für mich als Sportler einen besonderen Stellenwert. Ich genieße es beispielsweise sehr beim Radfahren die verschiedenen Facetten der Natur und die an mir vorbeiziehende Landschaft zu bewundern und möchte das auch in Zukunft tun können.

Daher gibt es auch im sportlichen Bereich einige Nachhaltigkeitsaspekte die ich zu berücksichtigen versuche. Mein aktueller Ansatz hierzu bezieht sich darauf mit dem auszukommen, was ich habe. Oft sehe ich z.B. zahlreiche neue sportliche Kollektionen an Fitness-Bekleidung die aus ästhetischer und preislicher Sicht durchaus attraktiv sind. (Abgesehen davon, wer von uns kauft nicht gerne neue Sportkleidung 😉).

Ich versuche hier aber anstatt auf Quantität auf Qualität zu setzen und investiere eher in wenige, dafür aber möglichst nachhaltig produzierte Kleidungsstücke. Wichtig ist mir auch, dass die produzierende Firma die dahinter steht eine nachhaltige Linie verfolgt.

Die Recherche hierzu hat sich, für mich zumindest, als sehr frustrierend dargestellt. Viele Firmen werben zwar mit Nachhaltigkeit, wenn man etwas tiefer gräbt gibt es aber sehr oft kaum oder gar keine Belege hierfür (sog. Greenwashing).

OEKO-TEX hat in diesem Bereich einige Zertifizierungen geschaffen, die ich soweit als Mindestanforderung sehe.
Bluedesign setzt sich dafür ein mit dem geringstmöglichen Einfluss auf Mensch und Umwelt zu produzieren.

Auch ist es mir wichtig, dass die produzierende Firma idealerweise ausschließlich auf erneuerbare Energie zur Produktion setzt und faire Arbeitsbedingungen über die gesamte Lieferkettte hinweg garantiert.

In diesem Bereich gibt es in meinen Augen noch sehr viel zu tun. Die Radbekleidung welche ich mittlerweile dringend benötige, habe ich nun bei Vaude bestellt, dem bisher nachhaltigsten Produzenten für Sportbekleidung den ich finden konnte.

Oft höre ich: “Aber nur weil ich etwas ändere wird sich dadurch nichts an unserer Situation ändern.” Aber was wäre, wenn jeder so denkt? Es liegt an jedem einzelnen von uns, etwas an der Situation zu ändern. Das heißt jetzt nicht das jeder von uns sein Leben radikal umstellen muss. Schon ein Bewusstsein für den eigenen Ressourcenverbrauch oder ein paar nachhaltige Gesten von jedem Einzelnen machen einen Unterschied.

Versuchst du auch auf Nachhaltigkeit zu achten? Lass es mich in den Kommentaren wissen und sag mir, worauf du achtest!
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One thought on “Nachhaltigkeit

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