#RoadTo: Red Bull 400 – Schon wieder?

Bereits letztes Jahr stellte ich mich der Herausforderung die “härtesten 400 Meter” der Welt in kürzester Zeit zu bewältigen und nahm am Red Bull 400 in Bischofshofen teil. Auch heuer fand dieses Event wieder statt und da durfte ich natürlich nicht fehlen. Wie es mir heuer dabei ergangen ist und welche Erfahrungen ich für mich mitnehmen konnte, das erfährst du in diesem Blogpost.

Falls du den Artikel zu meinem ersten Red Bull 400 und meine Vorbereitung noch nicht gelesen hast, solltet du das unbedingt nachholen: #RoadTo: Red Bull 400.

Die Vorbereitung

Entgegen dem letzen Jahr, hatte ich heuer deutlich mehr Zeit für eine intensive Vorbereitung auf das Event. So begann ich bereits gegen Ende Mai, direkt im Anschluss an meinen Triathlon, mit meiner Vorbereitung für Red Bull 400. Letztes Jahr hingegen bestand meine Vorbereitung in den wenigen Wochen vor dem Event aus Stiegensprints – und zwar jeden zweiten Tag.

Da es nicht so leicht ist in Wien einen Berg zu finden (der zeitnah erreichbar ist) um die Bedingungen des Red Bull 400 zu simulieren, griff ich auf verschiedene Alternativen zurück. Wenn du mir auf Instagram folgst, hast du bereits aktuelle Einblicke in mein Training erhalten. Hier aber noch eine Zusammenfassung meiner Trainingsmethoden:

  • Kurze intensive Sprints auf den steilsten “Berg” den ich in meiner Umgebung finden konnte
  • Längere (ca. 300-400m) nicht ganz so intensive Sprints mit einer geringeren Steigung
  • Gelegentlich auch einen längeren Lauf im Grundlagenausdauerbereich
  • Intervall-Training auf einer Skillmill mit verstellbaren Widerstand

Vor dem Event

Leider erfuhr ich etwa ein Monat vor dem Event, dass ich per Web-Meeting an einer universitären Veranstaltung teilnehmen muss – und zwar am Tag des Events von 10-12 Uhr. Damit ich aber dennoch teilnehmen konnte, verschob ich meinen Start in die letzte Startwelle (etwa eine Stunde nach Ende der Veranstaltung).

In der Erwartung irgendwo vor Ort ein zugängliches WLAN finden zu werden, reiste ich also bereits früh morgens nach Bischofshofen an. Die Veranstaltung konnte ich problemlos besuchen und eilte dann an die Startlinie für meinen ersten Lauf des Tages!

Das Event

Wie man von Red Bull gewohnt ist, war das Event natürlich wieder top organisiert! Besonders stachen das Starter-Shirt, das gebrandete Multifunktions-Kopfband und der Red Bull-Beutel (der verglichen mit anderen Events wesentlich hochwertiger ist) hervor. Abgesehen davon ist die umfangreiche Verpflegung die Athleten bereitgestellt wird auch positiv hervorzuheben!

Entgegen dem letzten Jahr, wo das Event im Regen stattfand, erwartete uns heuer das genaue Gegenteil. Strahlende Sonne und um die 30°. Da ich in der letzten Startwelle lief, konnte ich bereits einen ersten Eindruck der Athleten gewinnen. Schnell wurde klar, dass das Teilnehmerfeld stärker als im letzten Jahr war. Die Zeiten für den Einzug ins Semifinale waren in etwa 20 Sekunden schneller als bei meinem letzten Red Bull 400.

Der Vorlauf

Mit einem etwas mulmigen Gefühl, bestritt ich die Herausforderung der härtesten 400 Meter (immerhin wusste ich ja nun, was mich in etwa erwartet). Während ich bei meinem Start ein gutes Tempo hielt, bestritt ich den härtesten Teil der Strecke, die größte Steigung, etwas zu schnell. Das merkte ich dann beim Schanzentisch und hatte, während den letzten 100 Meter, sehr hart zu kämpfen.

Als 15. meiner Startwelle sicherte ich mir aber mit einer Zeit von 05:06 den Einzug in das Semifinale. Verglichen mit letztem Jahr, konnte ich mich nach dem Lauf gefühlt schneller wieder erholen und das war auch wichtig. Der Semifinal-Lauf erwartete mich nämlich in etwa 2 Stunden später, wohingegen ich letztes Jahr um die 4 Stunden Zeit hatte um mich zu erholen. Dennoch war das Gefühl nach dem Sprint keinesfalls ein Gutes.

Eine tolle Überraschung erwartete mich aber in meinem Vorlauf: Knapp vor der 350 Meter-Marke warteten meine Eltern um mich anzufeuern, etwas, womit ich nicht gerechnet habe 😊.

Das Semifinale

Zwei Stunden später bestritt ich, relativ erholt, meinen Semifinal-Lauf. Hier konnte ich während dem steilsten Stück ein gutes Tempo finden und den Schanzentisch mit etwas mehr Energie erklimmen. Dennoch merkte ich die Ermüdung meiner Beine schnell und hatte auf den letzten 50 Metern erneut hart zu kämpfen. Mit einer Zeit von 05:17 beendete ich meinen Semifinal-Lauf zufrieden aber unglaublich erschöpft.

Für einen Final-Einzug reichte das leider nicht. Dennoch bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden und konnte einiges für mich mitnehmen!

Fazit

Allen voran, war es wieder ein tolles Event. Eine einzigartige Herausforderung, wie man sie anderswo kaum findet! Jeder, der an seine körperlichen und geistigen Grenzen gehen möchte, kann bei diesem Event nichts falsch machen!

Für meine Vorbereitung konnte ich auch einiges mitnehmen. Letztes Jahr war meine Vorbereitung wesentlich kürzer, aber dafür um einiges intensiver (alle 2 Tage Sprints). Heuer hingegen, erstreckte sich meine Vorbereitung über einen längeren Zeitraum. Die einzelnen Einheiten waren mindestens genauso intensiv wie meine Sprints im Vorjahr, aber nicht so knapp beisammen.

Auch trainierte ich im vergangenen Jahr nur sehr selten meine Beine aktiv. Aufgrund meines Triathlon-Trainings setzte ich vielmehr einen starken Fokus auf die entsprechenden Ausdauer-Disziplinen.

Dies hatte zur Folge, dass ich zwar nach den einzelnen Durchgängen bei Red Bull 400 schneller wieder fit war, aber dafür während dem Sprint nicht so viel Leistung wie im Vorjahr abrufen konnte. Das spiegelte sich auch in meinen Zeiten wider, die letztes Jahr ein wenig besser ausfielen.

Sollte ich nächstes Jahr wieder an diesem Event teilnehmen, bin ich nun aber in der Lage mich noch besser vorzubereiten. Und wer weiß, vielleicht reicht es nächstes Mal ja für einen Einzug ins Finale?

2 thoughts on “#RoadTo: Red Bull 400 – Schon wieder?

    1. Auf jeden Fall! Es gibt auch die Möglichkeit als Staffel teilzunehmen, hier muss jeder der 4 Teilnehmer nur 100 Meter laufen. Da kann man sich die Distanz sehr gut aufteilen und 100m sind auf jeden Fall schaffbar!

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