#RoadTo Sparta: Night Spartan

Letzten Freitag war es endlich wieder so weit. Gemeinsam mit vielen anderen Spartanern stand ich kurz vor dem Start des Spartan Races in St. Pölten während rund herum das vertraute „Aroooo“ durch die Luft hallte. Auf meinem Weg alle Distanzen des Spartan Races zu beenden und meine Trifecta-Medaille zu vervollständigen, stand diesmal die Sprintdistanz am Plan – und zwar mitten in der Nacht!

Wenn du den ersten Artikel dieser Reihe noch nicht gelesen hast, dann solltest du diesen unbedingt hier nachlesen: #RoadTo Sparta: Winter Spartan.

Vor dem Rennen

Die Abholung der Startnummer fand, wie gewohnt, 2 Stunden vor Rennbeginn statt. Da ich erst um 21:45 startete, war es zu diesem Zeitpunkt noch hell und ich konnte mir einen guten Überblick über das Gelände und einige Hindernisse verschaffen.

Das besondere an diesem Spartan Race war die Tatsache, dass es bei Nacht im Dunkeln stattfand. Daher war eine Stirnlampe für jeden Läufer verpflichtend, da ein Großteil der Strecke durch einen nicht beleuchteten Wald verlief.

Wie man in einem dunklen Wald den Weg findet? Ganz einfach: In regelmäßigen Abständen waren weiße und reflektierende Bänder positioniert. Gelegentlich wurden noch Knicklampen als zusätzliche Markierung verwendet. Mit der Stirnlampe war also sofort ersichtlich, wie die Strecke verläuft.

Dennoch war Vorsicht geboten, denn das Licht der Stirnlampe war auch nur spärlich und der Wald bot, neben den eigens vorbereiteten Hindernissen, natürlich auch zahlreiche natürliche Stolperfallen.

Da ich erst in der vierten Startwelle startete, hatte ich noch die Gelegenheit mir die vorherigen Wellen genauer anzusehen. Bereits beim ersten Hindernis, 2 Wassergräben, bildete sich bereits ein kleiner Menschenstau. Spätestens vor dem zweiten Hindernis, einem Netz unter dem man sich hindurchkämpfen muss, war jedoch in jedem Fall mit längeren Wartezeiten zu rechnen.

Für mich war also klar, dass ich mich gleich nach dem Start im vorderen Feld halten muss, um die Wartezeiten möglichst zu vermeiden. Nach dem bekannten spartanischen Gruppenaufwärmen ging ich in meiner Startwelle dann mit dieser Intention auch relativ weit vorne an den Start.

Das Rennen

Entgegen der meisten Spartan Races an denen ich bisher teilnahm, ging es beim Start nicht sofort bergauf sondern erst in völliger Dunkelheit bergab. Ich erreichte als erster meiner Welle die Wassergräben die ich ohne Zögern in Angriff nahm. Man merkte jedoch die zahlreichen Läufer vor mir und die Gräben waren entsprechend rutschig und schwer zu passieren.

Dennoch kam ich als erster meiner Startwelle aus den Gräben und passierte das darauffolgende Netz schnellstmöglich. Dann ging es direkt in den dunklen Wald mit der ersten von vielen Steigungen des Rennens. Ich hielt einen guten Schnitt und fühlte mich, trotz meines schnellen Starts, ziemlich gut und in der Lage mein forsches Tempo zu halten.

Als ich mich nach gefühlten 5 Minuten kurz umdrehte, konnte ich dann auch kein einziges Licht mehr erkennen. Ich schien meinen Vorsprung also gut ausgebaut zu haben und war ziemlich alleine in nahezu kompletter Dunkelheit. Ein sehr interessantes Gefühl was ich zuvor in meinem Leben noch nicht gefühlt habe.

Die weiteren Hindernisse passierte ich ohne größere Schwierigkeiten und nach bereits 15 Minuten fing ich an die Läufer der vorherigen Startwelle zu überholen. Zu meiner großen Enttäuschung waren 2 Kletterhindernisse, der Ape Hanger und der Tyrolean Traverse zwar aufgebaut, aber für das Night Race gesperrt.

Trotz des relativ flach aussehenden Geländes zeigte der Kurs aber immer wieder Steigungen und Gefälle die zu bewältigen waren. Vor allem die Steigungen (die teilweise auch mit Baumstämmen auf der Schulter bewältigt werden mussten) erwiesen sich für mich mit der Zeit als sehr kräfteraubend.

Motiviert durch die Tatsache, dass ich bisher noch nicht überholt wurde und sicherlich bereits die Hälfte meiner vorherigen Startwelle überholt hatte, hielt ich mein Tempo aber trotz meiner steigenden Erschöpfung.

Leider kam es bei einem der letzten Hindernisse, bei dem die Spartaner unter einem Panzer hindurchkriechen mussten zu einem ersten Stau. Auch beim darauffolgenden Hindernis, dem Speerwurf, kam es zu längeren Wartezeiten da über die Hälfte der Stationen gesperrt war.

So kosteten mich die letzten 200m in etwa 4 Minuten, was meine Gesamtzeit etwas verschlechterte. Mein persönliches Highlight dieses Rennens war jedoch der Speerwurf, das einzige Hindernis bei dem ich bisher jedes Mal gescheitert bin. Diesmal gelang es mir das Ziel zu treffen und das Rennen somit Burpee-frei zu beenden!

Resultat

Ich beendete das Rennen ohne je von einem Spartaner überholt zu werden mit einer Gesamtzeit von 47:31 als Dritter meiner Altersgruppe und insgesamt auf Platz 23 von 822 Teilnehmern. Ein Ergebnis mit dem ich überaus zufrieden bin!

Aufgrund der in der Nacht stark sinkenden Temperaturen und meiner nassen Kleidung lies ich mein Spartan Race dann etwas frierend, im Kreise meiner Familie ausklingen – Meiner Trifecta-Medaille nun wieder einen Schritt näher.

Warst du auch du beim Night Spartan dabei? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Lass es mich in den Kommentaren wissen!
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