Wie trainiere ich?

Sehr oft werde ich gefragt, was oder wie genau ich eigentlich trainiere. Oft sieht man mich bei einem Bodyweight-Workout, ein anderes Mal beim Bankdrücken auf Maximalkraft und ein weiteres Mal beim Schwimmen oder Laufen. Die Antwort auf diese Frage? Ich trainiere alles! Wie genau ich das mache und worauf ich hierbei achte, erfährst du in diesem Blogpost!

Was?

Ich betreibe jede Sportart die mir Spaß macht und mir einen Mehrwert bringt. Als Basis dient mir klassisches Maximalkraft- und Hypertrophie-Training sowie Training mit meinem eigenen Körpergewicht. Zudem gehe ich regelmäßig Laufen, Radfahren und Schwimmen. Weiters praktiziere ich immer mehr Yoga. Auch Bouldern ist aus meiner Trainingswoche nicht wegzudenken.

Über mein Leben verteilt habe ich zahlreiche andere Sportarten praktiziert. Badminton, Outdoor-Klettern, Kampfsport und einige andere. Und mit praktizieren meine ich nicht hineinschnuppern. Ich habe viel Zeit investiert und mein Training zu der Zeit immer auf die entsprechende Sportart angepasst.

Zudem ist mir auch bewusst, dass die oben angeführte Liste keinesfalls abschließend ist. Es werden sicher noch zahlreiche weitere Sportarten folgen.

Warum?

Du fragst dich jetzt vielleicht warum ich so viele verschiedene Sportarten betreibe und mich nicht auf einige wenige fokussiere. Ich habe mich lange Zeit ausschließlich auf Kampfsport konzentriert und all meine Zeit in diesen Sport gesteckt. Das Ergebnis? Ich war sehr gut in dem was ich gemacht habe, aber viele andere Facetten eines in meinen Augen ganzheitlichen Trainingsansatzes sind zu kurz gekommen. Abgesehen davon: 6 Jahre lang, 5x die Woche dieselbe Art von Training kann auch einmal etwas langweilig werden.

Heute denke ich anders. Ich will mit meinen körperlichen Fähigkeiten möglichst breit aufgestellt sein. Mein Training gestalte ich dementsprechend.

Ich will in der Lage sein jede sportliche Herausforderung der ich mich potentiell stellen möchte gut zu meistern – und zwar ohne spezifisch dafür trainieren zu müssen.

So werde ich zwar nicht der Beste in einer spezifischen Sportart, aber sehr gut in einer breiten Palette an Sportarten. Abgesehen davon: Es macht Spaß! Mein Trainingsplan ändert sich sehr oft und ich habe ständig Abwechslung in meinem Training. Ich setze extrem oft neue Reize und stelle mich ständig neuen Herausforderungen. Die Zeit mich an eine gewisse Belastung zu gewöhnen, habe ich kaum. Langweilig, wird mir bei meinem Training also definitiv nicht!

Wie?

Viele verschiedene Sportarten wöchentlich zu praktizieren erfordert natürlich eine ausgeklügelte Trainingsplanung. Abgesehen davon musst du deinen Körper gut kennen und vor allem auch auf deinen Körper hören können.

Im Regelfall beginne ich meine Woche mit einer morgendlichen Laufeinheit und beende den Tag mit einer Maximalkraft-Einheit. Dienstag widme ich dem Radfahren und Mittwoch einer Yoga-Krafttrainings-Einheit. Donnerstags gehe ich Schwimmen und Freitags folgt wieder eine Yoga-Krafttrainingseinheit. Samstag ist meist mein Restday wohingegen ich sonntags Bouldern bin.

Dieser Plan ist aber keinesfalls in Stein gemeißelt. Wenn es sich zeitlich nicht ausgeht, oder ich merke das ich mich noch von einer anderen Trainingseinheit erholen muss, passe ich den Plan spontan an. Ich denke das ist auch einer der wichtigsten Punkte bei einem hohen bzw. breit verteiltem Trainingspensum.

Höre auf deinen Körper und passe deinen Trainingsplan falls nötig an.

Crossfit?

Das hört sich jetzt alles vermutlich stark nach Crossfit an. Ist es nun Crossfit was ich mache? Crossfit ist definiert als der ultimative Test der körperlichen Fitness und vereint daher alle Aspekte die für eine umfassende Fitness relevant sind.

Nach dieser Definition ist es in der Tat Crossfit, was ich betreibe. Ich selbst betrachte mich dennoch lieber als Athlet und nicht als Crossfitter. Einerseits widme ich meine Trainingseinheiten eher spezifischen Aspekten meiner Fitness. Ich kombiniere beispielsweise keine Ausdauer- oder Krafttrainings-Einheiten wie es bei Crossfit WODs oft der Fall ist.

Zudem fehlt bei meinen Trainingseinheiten die zeitliche Komponente. Ich habe keinen zeitlichen Druck und passe meine Pausenzeiten auch gerne meiner körperlichen Verfassung an diesem Tag an. Crossfit hingegen ist durchaus kompetitiv ausgelegt. Auch gibt es zahlreiche Trainingsformen, die eine zeitliche Komponente beinhalten:

  • AMRAP: As many reps as possible (so viele Wiederholungen wie möglich in einer vorgegebenen Zeit absolvieren)
  • EMOM: Every minute on the minute (jede Minute musst du für eine vorgegebene Dauer eine bestimmte Wiederholungsanzahl absolvieren)

Nichts desto trotz gibt es auch einige bekannte Crossfit WODs die ich gerne in meine Trainingswoche integriere.

Cardio und Krafttraining

Du hast sicher schon einmal davon gehört das Krafttraining und Cardio nicht vereinbar sind. Beim Cardio verbrennst du deine Muskelmasse, so heißt es zumindest. Mythos oder nicht?

Obwohl das früher oft geglaubt wurde, zeigen Studien mittlerweile das dem nicht so ist. Relevant ist jedoch, wann und wie lange du Ausdauertraining zusätzlich zu deinem Krafttraining betreibst. Ich selbst trainiere Ausdauer und Kraft auch an ein und demselben Tag, achte dabei aber darauf, dass ich zwischen den beiden Einheiten einige Stunden Regenerationszeit habe. Da ich auch keine extremen Distanzen Laufe oder auf dem Rad zurücklege, spüre ich so auch keine negativen Effekte bei meinem Krafttraining.

Mittlerweile zeigen einige Studien sogar, dass Ausdauertraining positive Effekte auf dein Krafttraining haben kann!

Ich werde dieses Thema und die Hintergründe, warum Kraft- und Ausdauertraining nicht leicht zu kombinieren sein kann aber noch im Detail in einem anderen Blogpost behandeln.

Wie oder was trainierst du? Lass es mich in den Kommentaren wissen!
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