Zeitplanung

Ein Fernstudium, das Home-Office unter den Studienformen, klingt schon verlockend. Keine Präsenz, keine nervigen Lehrer oder Mitstudenten, Lernen wann, wo und wie du willst! Du bist dein eigener Meister und deine Zeitplanung obliegt nur dir selbst. Aber genau das kann auch zum Problem werden, denn die meisten von uns neigen dazu unangenehme Dinge (wie Lernen) hinauszuzögern. Und ehe du dich versiehst, hast du eine Abgabe oder eine Prüfung vor dir und weißt nicht, wo die ganze Zeit zwischen Semesterbeginn und dem heutigen Tag geblieben ist. Dieses Problem haben wir aber in vielen Bereichen unseres Lebens und damit dir das nicht passiert, werde ich dir hier erklären, wie ich meine Zeit für das Studium und für andere Aufgaben einteile.

Erst einmal ist es wichtig, dir so früh wie möglich einen Überblick darüber zu verschaffen, was dich erwartet. Als Student ist es naheliegend, als Planungshorizont ein Semester heranzuziehen. Sobald du deine wichtigen Fixtermine wie beispielsweise Abgaben, Arbeiten und Prüfungen weißt, kannst du mit deiner Zeitplanung beginnen. Ob du hierzu einen Kalender verwendest, deine Planung niederschreiben oder dir lediglich grob merken möchtest, hängt von deinen persönlichen Präferenzen ab. Auch obliegt es dir, wie detailliert du vorausplanen möchtest. Ich persönlich plane im Regelfall nur sehr grob voraus und markiere mir lediglich wichtige Termine, den Rest meiner Planung behalte ich immer im Hinterkopf.

Nach Berücksichtigung deiner Fixtermine kannst du damit beginnen deine anstehenden Aufgaben zu sortieren. Ich sortiere diese meist nach dem Datum, zu dem diese erledigt sein müssen, die Aufgaben deren Deadline zum frühesten Zeitpunkt fällig ist zuerst. Basierend auf dieser Aufteilung, gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder du planst mit der Zeit, die dir bis zur Erledigung der Aufgabe noch zur Verfügung steht, oder du schätzt die Dauer, die du zur Aufgabenerledigung benötigst.

Ersteres hat den Vorteil, dass du im Voraus detaillierte Meilensteine planen kannst, anhand derer du siehst ob du in deinem Zeitplan liegst. Prinzipiell nimmst du hier die Zeit, die dir noch zur Verfügung steht, und evaluierst, wie viel du wann erledigen musst, um deine Aufgabe rechtzeitig fertigzustellen. So kannst du dir einen Plan erstellen, den du sukzessive abarbeiten kannst. Es empfehlen sich hier zeitlich nahe zusammenliegende Meilensteine, so kannst du beispielsweise Tagesziele festlegen.

Die zweite Methode ist zwar etwas komplizierter, da du im Voraus bereits Einschätzen können musst, wie lang du für eine Aufgabe benötigst, hat jedoch in meinen Augen den Vorteil, dass du etwas flexibler planen kannst. Da ich persönlich relativ gut einschätzen kann wie lange ich für gewisse Aufgaben benötige und großen Wert auf Flexibilität lege, bevorzuge ich diese Methode. Konkret nehme ich mir beispielsweise meist vor, ein Skriptum pro Woche zu bearbeiten, bzw. alle meine Skripten innerhalb von 2 Monaten durchzuarbeiten. Diese relativ groben Meilensteine erlauben mir viel Flexibilität, da ich nicht spezifiziere, wie viel ich pro Tag erledigen muss.

Erstere Methode eignet sich sicherlich besser für dich, wenn es dir schwerer fällt dich zu motivieren, da du so kurzfristige Ziele festlegen kannst, welche du zeitnah abhaken kannst. Die zweite Methode passt zu dir, wenn du deine Planung etwas flexibler halten möchtest. Natürlich kannst du auch mit der zweiten Methode tageweise Ziele festlegen, hier musst du jedoch schon sehr gut abschätzen können wie schnell du arbeitest. Umgekehrt kannst du auch mit der ersten Methode lediglich mit langfristigen Zielen planen, eine detailliertere bzw. striktere Methode für einen flexiblen Zeitplan zu verwenden, ist jedoch meiner Meinung nach umständlicher, als direkt flexibel zu planen.

In beiden Fällen gilt: Plane großzügige Zeitpuffer ein! Vor allem bei längerem Planungshorizont kommt immer etwas Ungeplantes dazwischen und eine zu früh erledigte Aufgabe hat noch niemandem geschadet, gegen Ende unter Zeitdruck zu stehen jedoch schon! Plane auch Zeit für Pausen, Freunde und Familie ein.

Nun steht dein Zeitplan und es gibt nur noch einen letzten Punkt, den du beachten musst: Halte dich daran! Wenn du bei der Zeitplanung ehrlich zu dir selbst warst und zu einem realistischen und schaffbaren Zeitplan gekommen bist, dann bleib dran und zieh deinen Plan durch. Damit du motiviert bist dich an deinen ausgearbeiteten Plan zu halten, kannst du dir auch kleine Belohnungen setzen. So kannst du zum Beispiel nach Durcharbeiten einer längeren Etappe einplanen, dass du die neueste Folge deiner Lieblingsserie ansehen kannst und das direkt mit einer kleinen Pause verbinden.

Wenn du zwischendurch merkst, dass du zeitlich nicht zurechtkommst, scheue nicht davor zurück deinen Zeitplan zu überarbeiten. Gegebenenfalls schrumpfen deine zeitlichen Puffer dann ein wenig, jedoch lernst du für die Zukunft dazu und kannst beim nächsten Mal bereits auf mehr Erfahrung zurückgreifen.
Wenn es dir zwischenzeitlich an Motivation fehlt, dann kannst du hier lesen, wie du dich in solchen Fällen wieder motivieren kannst: 5 Tipps wie du dich motivieren kannst

Ich hoffe dieser Artikel konnte dir bei deiner Zeitplanung weiterhelfen! Wenn du Fragen hierzu hast, lass es mich in den Kommentaren wissen.
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